Antrag der CDU-Ratsfraktion
Die Ulmer CDU-Fraktion hat geschlossen einen Antrag an den Gemeinderat der Stadt gestellt. Mit Hinweis auf die Wünsche der Ulmer Familien und auf unsere erfolgreiche Demonstration wurde der Erhalt der Ulmer Spielschachtel in ihrer alten Form gefordert. Die CDU Fraktion hielt eine jährliche finanzielle Unterstützung des Familientheaters mit 100.000 Euro für sinnvoll und angemessen. Leider wurde der Antrag durch die Mehrheit der anderen Fraktionen (SPD, FDP, FWG, die Grünen) abgelehnt.
Unsere Einladung zur Demo am 21.06.2008
Auf unserer Demo am 21. Juni 2008 auf dem Münsterplatz haben Frau Mayer-Dölle (Kulturbürgermeisterin), Frau Schanz (SPD), Herr Bühler (FWG) und Herr Dr. Thomas Kienle (CDU) gesprochen. Mehr darüber unter “Aktionen”!
Einladung zur Ortsbegehung am 14.Juni 2008
Unserer persönlichen Einladung an alle Stadträte sind leider nur Frau Dr. Schäfle und Herr Dörfler, CDU, und Herr Bühler, FWG gefolgt. Sie haben sich gestern am 14. Juni den Luftikuss angeschaut und ein Gespräch mit uns Eltern geführt. Das hat uns allerdings sehr gefreut. Bis auf den Oberbürgermeister, der auf unsere Einladung überhaupt nicht reagiert hat, haben sich alle anderen Ulmer Bürgermeister entschuldigt.
Folgende Antworten haben wir auf unsere Schreiben an diverse Politker erhalten:
Bundesfamilienministerin Ursula van der Leyen: (…) Ihre Mail habe ich mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen. Ich pflichte Ihnen bei, dass derartige kulturelle Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien über die Generationen hinweg ein unverzichtbarer Teil des öffentlichen Bildungssystems sein sollte. Was nun die spezifische Situation in Ulm betrifft, so muss ich Sie um Verständnis bitten, dass es aufgrund der klaren Trennung der Zuständigkeiten zwischen Bund/Land/Kommunen nicht möglich ist, in der von Ihnen angesprochenen Entwicklung Einfluss zu nehmen. Ich hoffe, dass sich im Zuge der Diskussion der vor Ort zuständigen Gremien eine Einsicht durchsetzt, dass die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen unverzichtbar ist und entsprechende Ausstattung braucht(…)
Ministerpräsident Günter Oettinger: (…) Wir haben Ihr mail an das fachlich zuständige Wissenschaftsministerium weiter geleitet und dieses gebeten, Ihr Anliegen zu prüfen und Ihnen
eine Antwort zukommen zu lassen. Es ist sicher gestellt, dass das Staatsministerium über den Fortgang der Sache unterrichtet wird (…)
mal ganz ehrlich :
als mutter von 4 kindern, gesammteinkommen knapp über dem existenzminimum, ist uns das luftikuss sehr ans herzen gewachsen, denn es ist “fast umsonst”…………soll heissen, dass die verlangten beträge ( theater, schiffschaukel, karusell usw. ) für uns bezahlbar sind.
was nutzen mir die tollen angebote der anderen anbieter in ulm wenn es mir am geld fehlt ?
kontiki ? etage ?
für uns nicht leistbar.
um das schöne neue wort “präkariat” mal zu nennen :
freien zugang zu bildung und kultur wird den menschen ( und deren kindern ) in präkerer lage verwehrt.
das luftikuss bot all dies und jetzt ?
vllt sollte ich meinen kinder eine psp2 usw. kaufen, damit sie dem klischee entsprechen.
Hallo Herr Winterhoff!
Alle Kommentare erscheinen unter dem Artikel, unter sie geschrieben werden. Ich habe gerade nachgeforscht: Sie haben Ihren Beitrag unter dem Artikel “Home” reingestellt. Gerade diese Beiträge kann man nur lesen, wenn man am unteren Rand der Seite auf “Kommentare” klickt.
Familie Radwans Beitrag steht unter “Wir sind dabei”!
Wir haben bisher jeden Kommentar freigeschaltet, und noch keinen gestrichen.
Herzliche Grüße
Frauke Meyer
Wo ist mein Beitrag`? Auch fehlt mir der Beitrag von Familie Radwan.
Streicht ihr die Beiträge weg?
uAwg
Sehr geehrte Frau Kulturbürgermeisterin Mayer-Dölle,
letzten Samstag haben trotz großer Hitze über 400 Menschen auf dem Münsterplatz für den Erhalt der Ulmer Spielschachtel demonstriert. Sie haben an diesem Tag zu den Kindern Ulms gesprochen und auch meinen Kindern versprochen das es nächstes Jahr wieder Luftikuss geben wird.
Die Ulmer Spielschachtel und Luftikuss sind eine Einheit. Theater und Spielepark gehören in der Sommersaison zusammen. Wir, das Team, sind das Herz und die Seele, die beides verbindet. Herr Geigenberger ist ein Teil dieses Teams, aber viele andere Menschen arbeiten auch daran, dass die Spielschachtel so erfolgreich ist. Informieren Sie sich über das Team der Ulmer Spielschachtel und unsere Arbeit unter http://www.spielschachtel.wordpress.com .
In den letzten 9 Wochen haben wir über 100 Vorstellungen für tausende von Menschen gespielt. Diese haben danach oder auch davor das Angebot im Spielepark genutzt. Ich möchte aber hier nochmals betonen das Luftikuss in erster Linie eine Theaterveranstaltung ist.
Wir, das Team der Ulmer Spielschachtel, sind bereit für die nächste Saison. Sichern Sie unsere Arbeitsplätze und ebnen Sie den finanziellen Weg, damit wir gemeinsam mit Ihnen daran arbeiten können, Ihr Versprechen an die Kinder Ulms wahr werden zu lassen. Denn es gibt nur einen echten LUFTIKUSS und nur eine SPIELSCHACHTEL. Die Kinder Ulms und auch meine Kinder werden es Ihnen sicher danken.
Mit freundlichen Grüßen
Anja Hauke
Allen Teilnehmern an der heutigen Kundgebung für den Erhalt der Spielschachtel ein herzliches Danke für den Einsatz und deren Mitwirkung. Es war schon beeindruckend mitzuerleben, dass so viele Eltern und Kinder persönlich hinter der Spielschachtel stehen und sich hierfür auch einsetzen. Jetzt kann doch nicht einfach der eingeschlagene Kurs weiter verfolgt werden. Mit ein bischen gutem Willen und Bereitschaft aller Beteiligten müsste doch eigentlich ein Weg gefunden werden können, auch wenn es im Moment etwas verfahren scheint.
Wir können nur hoffen, dass der Erhalt der Spielschachtel als Ziel erkannt wird, das vorrangiger ist als die Verteidigung eines Gutachtens.
In der Hoffnung, dass wir Eltern und unsere Kinder gehört werden und der Tag heute nicht umsonst war. Die Botschaft ist einfach. Wir möchten auch nächstes Jahr im Frühjahr auf den Luftikuss und im Herbst ins “alte Theater”.
Der Spielschachtel und allen Mitarbeitern und Freiwilligen ein großes Dankeschön, dass sie auch dieses Jahr unter erschwerten Umständen einen unvergleichlichen und unersetzlichen Ort der Begegnung in der Friedrichsau geschaffen haben, der morgen hoffentlich nur für dieses Jahr zu Ende geht.
Thomas Kienle
Ich fürchte der Tipfehler in Herrn Bühlers Beitrag oben ist bezeichnent für einen Großteil der abstimmenden Politiker. Herr Bühler schreibt hier vom “Luftkus” statt vom “Luftikuss”, zwei Fehler in einem Wort, kann ja mal passieren. Mir passiert das wenn es mir im Grunde völlig egal ist um was es geht, aber ich stimme wenigstens nicht darüber ab.
Die Abstimmung stützte sich also auf die Meinung von drei Unabhängigen “Experten”. Drei “Experten” die aber doch wohl Geld von der Stadt bekommen haben, wie unabhängig sind die Experten denn da noch? Wir sprechen hier doch nicht von der Stiftung Warentest die ein paar Inhaltsstoffe vergleichen, hier geht es doch um gefallen und nicht gefallen. Warum können denn da nicht Besucherzahlen als Expertenmeinung gelten?
Ein Gutachten über ein Kindertheater? Riecht das nicht mehr nach Verschwendung von Steuern, als die Subventionierung an sich?
Die “Experten” sind dann zu dem Ergebnis gekommen daß das Theater schlecht ist, zumindest ihrer Meinung nach. Wäre nicht die Logische Konsequenz entweder zu sagen, ihr taugt nichts also gibts gar kein Geld, oder ihr habt diese und jene Probleme wie kann man das ändern, braucht ihr vielleicht eher mehr Geld.
Wenn in einer Firma eine Abteilung schlecht arbeitet wird es doch nicht besser wenn man den Etat kürzt, sondern man muß doch im Gegenteil eher investieren (Personalschulungen, Supervisionen, modernere Geräte,usw.) .
Die Kürzung der Gelder für die Ulmer Spielschachtel läßt nur einen logischen Schluß zu, man ist am Erhalt überhaupt nicht interessiert. Man zieht nach und nach die Gelder ab, entweder sie schaffen es irgendwie aus eigener Kraft, oder es gibt sie in Zukunft nicht mehr. Aber bestimmt findet sich der eine oder andere Politiker der sein Bedauern ausdrückt. Was für ein Trost!
Liebe FWG/FDP-Fraktion im Ulmer Gemeinderat,
es gab einmal. das war vor 22 Jahren eine starke und selbstbewusste FWG-Fraktion mit einem klugen Fraktionsvorsitzenden Udo Botzenhart, die sich klar für die Interessen der Ulmer Bürger einsetzte. Und weil das so war und sie auch noch gute Rechner waren, stimmten sie damals gegen das Vorhaben des Verbandes der Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendtheater, am Ulmer Theater eine vierte Sparte in diesem Bereich zu etablieren. Sie unterstützten gemeinsam mit der CDU die Ulmer Spielschachtel, die in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einer einmaligen Einrichtung in ganz Deutschland wurde. Die Stadt konnte dadurch seither viele Millionen Euro sparen.
Die Zeiten haben sich geändert, die Spielschachtel hat sich auch unter finanziell engsten Bedingungen Dank des unglaublichen Engagements ihrer Mitarbeiter/innen zum Wohle Ulms modern mit ganz eigenständigem Konzept weiterentwickeln können. Die FWG jedoch scheint ihren Mut und die Fähigkeit zu rechnen verloren zu haben. Denn wie anders ist es zu verstehen, dass sie nun Frau Mayer-Dölles Vorschläge einfach abnickt und glaubt, dass die Spielschachtel ihr umfangreiches Angebot halten kann, wenn die städtischen Zuschüsse und damit auch die Landeszuschüsse innerhalb von 3 Jahren um ca. 80.000 Euro p.a. sinken? Natürlich können wir die Zuschüsse dorthin lenken, wo wir es für notwendig erachten, aber kann der Ast noch leben, wenn der Stamm abgesägt ist? Ihre oben angeführten Rechnungen stimmen übrigens nicht mit den Verträgen überein.
Will die FWG/FDP wirklich, dass Ulm seine hervorragende Stellung im Bereich Familientheater verliert? Will sie wirklich eisern an den Interessen der betroffenen Familien vorbei marschieren? Will sie wirklich, dass das fantastische Konzept von “Luftikuss” (eine künstlerische Erfindung der Spielschachtel) erst kaputt gemacht wird und dann unter der Regie von Herrn Markus Kienle von den Grünen als Verein mit “Ehrenamtlichen” in der Art des Roxy und des Ulmer Zeltes irgendwie nachgemacht wird? Oder will sie, wie einstmals, einzig für die Interessen Ulms dastehen und die weiter unterstützen, die gezeigt haben, dass sie entgegen allem Geschwätz von Interessengruppen ein wirklich tragfähiges Konzept im Bereich Kinder- und Familienkultur vorweisen können und damit die Menschen erreichen.
Die Spielschachtel jedenfalls hat in ihrem Gepäck noch unzählige Ideen, die sie für Ulm fruchtbar machen könnte. Und die liegen weit entfernt von dem ewigen Einerlei, das die Epigonen der 68er auf diesem Gebiet als letzten modernen Schrei der Theaterkunst verkaufen wollen. Sie nennen es mit einer Worthülse “ambitioniertes” Theater!!!
Christoph Geigenberger, Leiter der Ulmer Spielschachtel
Liebe Eltern und Freunde des Luftikus.
Wir sind mit Ihnen der Meinung, dass gerade Luftikus eine gute und sinnvolle Einrichtung ist, und sicher zur Belebung der Friedrichsau beiträgt, und für viele Eltern und Großeltern einen guten Besuchspunkt darstellt.
Lange hat sich der Ulmer Gemeinderat mit der Förderung von Kinder und-Jugendtheater beschäftigt, vor allem auch im Hinblick auf die jählich wachsenden Zuschußanträge vieler Einrichtungen. Um die vorhandenen Mittel ( Steuergelder) sinnvoll einzusetzen, hat sich der Gemeinderat externer Hilfe bedient, indem ein unabhängiges Expertenteam die Einrichtungen unter die Lupe nahm.
Im Ergebnis hat das für die Ulmer Spielschachtel eine Zuschußveringerung auf 80.000.–EUR in 2008 gegenüber 104.000.–EUR in 2007 bedeutet. Diesen Zuschuß erhält Herr Geigenberger insgesamt, Wie er seine einzelne Spielstätten damit unterhält, liegt in seiner Verantwortung. Das heist, er kann selber gewichten, was für ihn wichtig und richtig ist, Dieser Zuschuß war in früheren Jahren übrigens wesentlich niedriger und mit der Auflage verbunden, bestimmte Mittel für Luftikus zu verwenden.
Der Beschluß wurde übrigens bei einer Gegenstimme ( Dr. Th. Kienle CDU) vom zuständigen Ausschuß im Jan.08 gefasst. Herr Geigenberger hat dies mit der Unterzeichnung der Budgetvereinbarung auch so angenommen. Und so ist es keineswegs so, dass der Gemeinderat Luftikus abschaffen will, sondern es liegt an Herrn Geigenberger, die vorhanden Mittel, mit zusätzlichen Sponsorengeldern so einzusetzen, das Luftkus erhalten bleiben kann.
FWG/FDP Fraktionsgemeinschaft
Gerhard Bühler, Fraktionsvorsitzender
Dank der Grünen Fraktion findet sich hier wenigstens ein Beitrag, der den Sachverhalt differenziert darstellt. An J. Janz: Qualität misst sich an Vergleichbarkeit unter gleichen Bedingungen (Mittel, Standort, Personal, etc.). ADK und Spielschachtel haben definitiv nicht die gleichen Mittel.
Grüßle
Fridolin Grün
Die Wahrnehmung der Grünen Fraktion teile ich nicht.
Das Ende von Luftikuss stellt einen herben Verlust für die Stadt und die Region dar. Luftikuss in der Form wird auch nicht ersetzt werden können. Herr Geigenberger hat vor der Entscheidung des Kulturausschusses unmissverständlich und klar an alle Beteiligten kommuniziert, dass er das volle Angebot bei Reduzierung der Zuschüsse nicht wird aufrecht erhalten können. Eine Umdeutung verbietet sich. Die CDU Fraktion hat sich bis zuletzt vehemment gegen eine Mittelkürzung ausgesprochen und für einen Bestand des Angebots der Spielschachtel in seiner jetzigen Form eingesetzt. Wir bedauern sehr, dass wir hierfür keine Mehrheit im Gemeinderat erhalten konnten.
Dr. Thomas Kienle, Mitglied der CDU Fraktion im Ulmer Gemeinderat
Sehr geehrter Fraktionsvorsitzender der Grünen,
schämen Sie sich gar nicht, das Kasperletheater mit nur 7000 Euro zu bezuschussen? Telebus nur mit 2500? Gleichzeitig unterschlagen Sie, was gestern in der Zeitung stand: Die ADK bekommt dieses Jahr nicht 100.000 Euro, sondern 172.000!
Ich gönne allen Projekten, die sich der Arbeit mit Kindern annehmen so viel Geld, wie möglich und nötig….aber mir fällt auf, dass Sie es der Spielschachtel nicht gönnen. Denken Sie nicht auch, das Ensemble und die mitwirkenden Kinder würden lieber weiter machen? In der Zeitung steht auch, dass die ADK trotz der 100.000 Euro Bezuschussung im letzen Jahr nahezu insolvent war, weil die zahlenden Zuschauer fehlten! Kann es sein, dass der Stadtrat plant, die Spielschachtel in den Ruin zu schicken, um die jährlichen 30000 Zuschauer der Spielschachtel quasi dazu zu zwingen, zur ADK zu gehen? Falls da dann in 4-5 Jahren vielleicht die Kasse stimmt, dann können Sie schön laut sagen: „Unsere Investitionen haben sich gelohnt. 30.000 Zuschauer geben ein aussagekräftiges Gutachten ab.“ Jetzt scheinen diese Zuschauerzahlen kein Gewicht zu haben bei der Beurteilung der Spielschachtel. Ständig wird auf dieses Gutachten gepocht: Ich sag Ihnen mal was: mir ist dieses Gutachten völlig egal! Mir gefällt, was ich im alten Theater und im Luftikuss zu sehen bekomme. Wer bestimmt hier über Qualität? Können das die Besucher nicht selbst? Konkurrenz belebt das Geschäft! Beschneiden Sie Ulmer Bürger nicht in Ihren Möglichkeiten, sondern lassen Sie uns selbst entscheiden. Unterstützen Sie den ADK, aber ebenso die Spielschachtel! Ich dachte Ulm will kulturell so weit vorn sein? Na dann: investieren Sie in Vielfalt, nicht in Einfalt!!!
Ach ja: viel Erfolg beim Aufziehen Ihres mehrwöchigen Spielpark-Projektes. Bin gespannt, wie Sie es hinkriegen, Mütter von 2-8jährigen dazu zu bringen, ehrenamtlich auf eine Schiffschaukel aufzupassen! Ein Kinderpark wird sich kaum mit Studenten o.ä. wie im Ulmer Zelt oder Roxy führen lassen, wo man denen dann für Ihre Mühe eine Eintrittskarte schenkt, die sie sich sonst nie hätten leisten können….wie wollen Sie die in einem Spielpark entschädigen? Einmal Karussell fahren vielleicht? Und wo bleibt dann die Kultur? Ach ja, die ADK kann dann das Theaterspielen übernehmen! Und weil dieses Projekt ja dann von Ihnen und nicht von der ach so schlechten Spielschachtel stammt, sind Sie auch nicht mehr so kleinlich mit den Zuschüssen? Hab ich Sie da richtig verstanden?
Drückt Sie Ihr Gewissen gar nicht, wenn Sie dem Einen die Idee zu klauen, um sie dann als Ihre auszugeben?
Sparen Sie sich doch Ihre Nerven, Ihre Zeit: lassen Sie alles beim Alten! Die Spielschachtel macht ihre Sache gut, ist erfolgreich und beliebt. Erhalten Sie sie!!
Mit freundlichen Grüßen
J. Janz
Wir mussten bei unserem letzten Ulmbesuch leider erfahren, dass der Luftikuss geschlossen werden soll. Wir kommen seit zwei Jahren extra wegen diesem Kinderangebot nach Ulm. Es ist immer wieder ein Erlebnis, ob für große oder für kleine Besucher. Kistenfahren, Planschen, Rumtoben ohne Angst vor rasenden Autos zu haben, mit Sand spielen, usw. Alles dies soll es nicht mehr geben??? Bei uns im Dreiländereck Schweiz/Frankreich/Deutschland gibt es so etwas wie den Luftikuss leider nicht. Wir hoffen, dass sich diese Sache doch noch zum Guten wenden wird und drücken der Initiative Luftikusserhaltung alle Daumen. Wir würden uns freuen, wenn wir auch im Jahre 2009 den Luftikuss besuchen könnten.
Stellungnahme der Grünen Fraktion
Zuschusskürzung Ulmer Spielschachtel
Der Ulmer Gemeinderat – Fachbereich Kultur – hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2007 die für den Bereich Kinder- und Jugendtheater festgelegten Betrag von 245.000 Euro auf die in diesem Bereich tätigen Einrichtungen verteilt. Ein Restbetrag von rund 30 000 Euro wurde für Projektförderung zurück gehalten und gesondert vergeben. Für diese Projektförderung durften alle im Bereich Kinder- und Jugendtheater tätigen Institutionen gesondert Anträge einreichen – diese Chance haben einige Institutionen genutzt.
Der Ulmer Gemeinderat hat sich im Vorfeld von seiner bisherigen Praxis verabschiedet, den Einrichtungen die in den vergangenen Jahren schon fast automatisch mehr Geld bekommen haben diese Zuschüsse einfach weiter zu gewähren.
Erklärter Wille des Ausschusses und auch der Grünen Fraktion war es auch neuen Initiativen und Institutionen eine Chance zu geben, Zuschüsse zu bekommen und darüber hinaus auch eine inhaltliche Bewertung des Angebotes vorzunehmen.
Hilfestellung bei der inhaltlichen Bewertung der eingegangenen Anträge für die nächsten drei Jahre (Ensembleförderung) lieferte eine, bei namhaften Kinder- und Jugendtheaterexperten in Auftrag gegebene Stellungnahme zur Kinder- und Jugendtheaterlandschaft in Ulm.
Auf der Grundlage dieser Kriterien – auch neuen Einrichtungen eine Chance zu geben und eine inhaltliche Bewertung vorzunehmen, wurde mit den Stimmen aller Fraktionen – SPD, CDU, FWG und Grüne Fraktion beschlossen:
Zum ersten Mal die Bühne ( http://www.diebuehne-ulm.de) mit 25 000 Euro jährlich, zum ersten Mal das erste Ulmer Kasperle Theater (www.kasperletheaterulm.de) mit 7000 Euro jährlich und die Kindertheaterwerkstatt (www.kinder-theater-werkstatt.telebus.de) zum ersten Mal mit 2500 Euro jährlich zu bezuschussen. Das Akademietheater (adk) hat nach Meinung der Jury das größte künstlerische Potential – deshalb wurde beschlossen dort jährlich mit 100 000 Euro
den Kinder- und Jugendtheaterbereich zu bezuschussen.
Vernichtend war die Beurteilung der Ulmer Spielschachtel.
Wenn der Gemeinderat der Jury gefolgt wäre, hätte es hierfür überhaupt kein Geld mehr geben dürfen.
Nicht zuletzt mit Verweis auf das Angebot Luftikuss hat der Ausschuss beschlossen der Ulmer Spielschachtel trotz dieser Bewertung im Jahr 2008 80 000 Euro, im Jahr 2007 65 000 Euro und im Jahr 2010 weitere 55 000 Euro zu überweisen, um vor allem das Angebot Luftikuss sicher zu stellen.
Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass sich der Ausschuss nicht mit Luftikus sondern nur mit dem Angebot der Ulmer Spielschachtel- wohlwissend, dass dies nicht in Gänze zu trennen ist –auseinandergesetzt hat.
Die Ulmer Spielschachtel – ein privat geführtes Unternehmen, kein gemeinnütziger Verein oder eine Elterninitiative- bekommt seit vielen, vielen Jahren den weitaus größten Brocken aus dem Etat der freien Kinder- und Jugendtheater. Der Betrag wurde kontinuierlich erhöht.
Im Jahr 1992 bekam die Spielschachtel beispielsweise 80 000 DM – im Jahr 1994 waren es 90 000 DM und im Jahr 1999 bekam die Spielschachtel 45 000 Euro für die Spielschachtel und 15 000 Euro für das Angebot Luftikuss.Seit 2004 stehen 95 000 Euro im Haushaltsplan, die 2x außerplanmäßig und einmalig noch um weitere 20 000 Euro erhöht wurden.
Wer den Haushaltsplan der Stadt aufmerksam liest wird darin wenige freie Institutionen finden, deren Zuschüsse in den letzten Jahren mehr als verdoppelt wurden.
Herr Geigenberger, als Leiter der Spielschachtel hat mittlerweile sein Engagement im alten Wagnertheater komplett gekündigt – im „Wohin in Ulm“ hat er ferner bekannt gegeben, dass im Jahr 2008 zum letzten Mal Luftikuss stattfindet. Anträge auf Projektförderung wurden von Herrn Geigenberger zurück gezogen. Das Thema mehrwöchige Familienaktion in der Friedrichsau unter der Ägide von Herrn Geigenberger ist also definitiv abgeschlossen.
Wir sind der Überzeugung, dass ein mehrwöchiges, anspruchsvolles Familienprogramm in der Friedrichsau mit einem Zuschuss von 30 000 oder 40 000 Euro auf jeden Fall zu stemmen ist – wobei Zuschuss natürlich (wie auch bei allen anderen Zuschussempfängern) nicht bedeutet, dass alles von der Stadt bezahlt wird.
Da sich die Ulmer Spielschachtel dazu nicht in der Lage sieht, muss, so unser Vorschlag ein solches Angebot ausgeschrieben werden. Wir sind davon überzeugt, dass sich andere Anbieter finden werden, die ein gutes Programm auf die Beine stellen können.
Sollte sich aus den Besucherinnen und Besuchern heraus eine Gruppe aktiver Eltern zusammenfinden, die sich beispielsweise als eingetragener Verein, verbunden mit ehrenamtlichem Engagement, nach dem Vorbild des Ulmer Zelts, an die Aufgabe wagen ein mehrwöchiges Spiel- und Theaterangebot für Familien in der Friedrichsau auf die Beine zu stellen – können wir uns bei einem nachvollziehbaren Konzept sehr gut vorstellen eine solche Initiative auch mit einem angemessenen Zuschuss zu unterstützen.
An die Damen und Herren des Ulmer Gemeinderats,
Von welchen pädagogischen”Spezialisten” haben Sie sich eigentlich beraten lassen, um zu dieser Unsinns-Entscheidung zu kommen?
Doch nicht etwa die der Konkurenz ?
Sehr geehrte Politiker,
meine beiden Söhne genießen den Luftikuss seit mindestens 6 Jahren regelmäßig. Als ich vom drohenden Ende hörte dachte ich zuerst, daß die CDU dieses betreibt. SPD und Grüne sind ja gerne demonstrativ familienfreundlich.
Ein Irrtum ?!
Wie kann es sein, daß ein paar tausend € für eine publikumswirksame Maßnahme fehlen, während Millionen für den Neu- oder Umbau des Theaters ausgegeben werden. Ist das ausgewogen ?! Ich plädiere hier für ein Provisionssystem. Für jeden Besucher – Ulmer Theater und Luftikuss – gibt es einen gleich hohen Zuschuß. Das wäre ausgewogen und die Existenz des Luftikuss wäre gesichert und die Kinder sind auch berücksichtigt…
Hallo u. vielen Dank H. Dörfler!
Vielleicht gibts ja im Gemeinderat oder in den anderen Parteien Leute ohne Kinder oder solche, die von Manchem einfach keine Ahnung haben. Wäre ja nichts Neues. Spätestens bei der nächsten Gemeinderatswahl braucht man dann wieder unsere Stimmen – gelle? Habe leider auch schon von unlauteren Machenschaften gehört z.B. verschwundene Unterschriftenlisten. MfG
An die verantwortlichen Politiker der Stadt Ulm,
als junge Familie in Ulm sucht man für die eigenen Kinder nach sinnvollen Freizeitbeschäftigungen. Es gibt da eine beschränkte Auswahl in Ulm, bei der wir uns als Eltern sicher sein können, dass es unser Kind kreativ fördert. Dazu gehört nun mal die “Ulmer Spieleschachtel” mit allem drum und dran, aktuell den “Luftikuss”! Wenn Sie meinen in Ulm noch weniger für Kinder zu erübrigen, dann wissen wir nicht mehr, was ihnen allen unsere Zukunft eigentlich noch bedeutet!?!
Ein Herz für Kinder scheinen sie alle wohl nicht mehr zu haben!
Familie Kraft, Ulm
Spielschachtel und Luftikuss gehören zu Ulm. Es sind wertvolle kulturelle Einrichtungen für unsere Kinder und Jugendliche. Wir wollen diese nicht verlieren. Die CDU-Fraktion hat sich vehement für die Erhaltung und Fortführung eingesetzt. Wir werden dies auch in Zukunft tun. Doch bis jetzt haben wir keine Mehrheit im Gemeinderat.
Wir hoffen mit sachlichen Argumenten die anderen Fraktionen für den Erhalt von Spielschachtel und Luftikuss zu gewinnen.
Liebe Damen u. Herren Gemeinderat / Gutachter!
Einfach nur schäbig u. billig den Kleinen, die sich sowieso nicht wehren können, so was weg zu nehmen. Ich dachte wir hätten gute Steuereinnahmen. Sie werden hoffentl. noch merken, dass dies eine Fehlentscheidung ist u. dass Ihnen noch starker Wind entgegen bläst. Auf Ihre Einsicht!
Wir weilten als Botschaftsangehörige einige Tage in Ihrer schönen Stadt. Den Luftikuss haben wir zusammen mit einer Delegation und den Familien besucht. Wir sind sehr beeindruckt, was außerhalb von Kommerz als Konzept für Kinder (und Familien) möglich sein kann. Aus Berlin kennen wir das meist anders.
Wir möchten Sie bitten, den Luftikuss unbedingt zu erhalten und weiter zu fördern.
Wir werden uns bemühen, in Berlin und Stuttgart entsprechend zu wirken, um unsere deutsche Freunde auf das Problem aufmerksam zu machen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
M. Bugugu