Mai 2009: Es ist wieder Luftikusszeit! Mehr dazu auf : www.spielschachtel.wordpress.com
Oktober 2008: Leider wurde der Antrag der CDU-Fraktion an den Ulmer Stadtrat, die Ulmer Spielschachtel jährlich mit 100.000 Euro zu unterstützen, von den Fraktionsmitgliedern der SPD, der Grünen, der FPD und der FWG abgelehnt.
Bis auf einen Angestellten müssen alle Mitarbeiter der Spielschachtel entlassen werden. Somit kann der Winterspielort “Altes Theater” nicht mehr genutzt werden. Jetzt ist auch die Chance vertan, dass den Familien Ulms für die Zukunft ein Luftikuss erhalten bleibt, wie wir es kennen.
21.Juli 2008: “Nabada” fällt dieses Jahr wegen Hochwasser aus. Aber wir haben heute auf dem Weinhof während der Schwörrede des Oberbürgermeisters unser Transparent gezeigt!
11.Juli 2008: auf die Frage, ob Projektgelder beantragt worden sind, erhielt die Elterinitiative folgende Informationen von der Ulmer Spielschachtel:
Die Ulmer Spielschachtel hat 3 Projektanträge gestellt:
1. Für den Kinderzirkus Peperoni Pfefferkorn in Höhe von Euro 4.900
Die Ulmer Spielschachtel hat den ersten Kinderzirkus in der Stadt Ulm gegründet. Der Antrag wurde abgelehnt, weil dies aus dem normalen Budget bezahlt werden muss. (Der Kinderzirkus Serrando hat dieses Jahr Euro 16.000 Projektkostenzuschuss erhalten).
2. Für den Jugendschauspielkurs in Höhe von Euro 8.000
Schauspielprojekt “Irgendwie Anders”. Ein von der UNESCO ausgezeichnetes Stück zum Thema Toleranz.
Die Jugendlichen arbeiten ein Jahr lang bei der Spielschachtel in einem Kurs mit und erarbeiten ein Stück für die Bühne. Das Projekt wurde abgelehnt – Begründung: ist aus dem normalen Budget zu zahlen.
3. Theater der Nacht – Antrag dieses Jahr Euro 20.000 – in Aussicht gestellt von der Stadt Euro 13.000.
Ein Projekt, welches über 3 Jahre laufen und im ganzen 68.000 Euro kosten sollte. Im Finanzplan waren Sponsoren und Eigenleistung schon berücksichtigt, die fehlende Beträge hätten also nicht noch aufgefangen werden können. Ohne die Planungssicherheit über drei Jahre (der Antrag muss jährlich neu gestellt werden –und man weiß nie, wie viel man letztendlich tatsächlich bekommt) und ohne die Gewissheit, dass das Projekt erfolgreich ist und Einnahmen bringt, konnte die Spielschachtel kein weiteres finanzielles Risiko eingehen- zumal zu diesem Zeitpunkt schon 55.000 Euro durch die Finanzkürzungen im Gesamtbudget fehlten. Der Antrag wurde daher von der Spielschachtel zurück gezogen, weil mit nur 2/3 des beantragten Geldes der ganze Finanzplan schon für das erste Jahr nicht mehr gestimmt hat und eine Umsetzung unter diesen Bedingungen nicht möglich war.
09. Juli 2008: Heute fand das Gespräch mit dem Oberbürgermeister Ivo Gönner statt. Dazu hier die persönliche Gesprächsnotiz: Herr Gönner beeindruckte die insgesamt über 3400 gesammelten Unterschriften wenig. Auch diese Internetseite hat er noch nie besucht. Er wich keinen Millimeter von dem von Frau Mayer-Dölle eingeschlagenem Kurs ab:
Auf die Tatsache angesprochen, dass so viele Familien aus Ulm, von den umliegenden und auch von weiter entfernt liegenden Gemeinden zur Ulmer Spielschachtel kommen würden und auf den Unterschriftenlisten unterschrieben hätten, entgegnete er, dass dann doch diese Gemeinden die Spielschachtel finanziell unterstützen sollten- oder ihr eigenes Kinderangebot verbessern sollten. Er vertrat die Meinung, dass die Stadt Ulm genügend für ihre Kinder tue (900.000 Euro dieses Jahr allein für “Kontiki“) und die Ulmer Spielschachtel ihr Angebot auch mit nahezu halbierter finanzieller Förderung aufrecht zu erhalten habe, sonst würde eben noch weiter gekürzt (um die 15.000 Euro, die seiner Meinung nach eine Veranstaltung wie Luftikuss lediglich kosten würde.) Dass diese 15.000 Euro 1999 zusätzlich zum Budget dazugegeben worden ist, als es den Luftikuss schon 10 Jahre lang gegeben hat und daher automatisch schon immer mehr Geld von der Ulmer Spielschachtel in den Luftikuss investiert worden ist, überzeugte ihn nicht.
Auf das Argument, Luftikuss wäre in seiner Konzeption einzigartig, entgegnete er, dass das alle Leiter von ihren Projekten sagen würden. Seiner Meinung nach bekämen die Ulmer Familien alles, was sie bräuchten auch dann, wenn irgendjemand irgendetwas anderes zu dieser Zeit in der Friedrichsau anbieten würde – mit der finanziellen Unterstützung von 15.000 Euro.
Die Ulmer Spielschachtel hat jahrelang aus ihrem Budget fehlerhafte und veraltete Technik im „Alten Theater“ ausgebessert und seit fünf Jahren die Stadt darauf hingewiesen, dass hier dringender Sanierungsbedarf besteht. Die Verwaltung des Gebäudes hat die Spielschachtel auch kostenfrei übernommen. Jetzt ziehen ADK und andere Veranstalter in das Gebäude ein. Auf die Frage, ob diese nun neue Technik und eine bezahlte Verwaltungskraft auf Kosten der Stadt gestellt bekämen, versicherte Herr Gönner, dass alle Veranstalter zu den gleichen Bedingungen, wie die Spielschachtel im Alten Theater arbeiten werden. In der Südwestpresse konnte man allerdings am 05.07.2008 lesen, dass der politische Wille für einen Neuanfang im Alten Theater vorhanden wäre, was auch dringende Reparaturen und neue technische Ausstattung beinhalte.
Er wies immer wieder darauf hin, dass die Spielschachtel doch Projektgelder beantragen solle. Er ging davon aus, dass sie das nicht getan hätte. Zu diesem Thema wird die Initiative die Spielschachtel noch einmal befragen.
Dass Sponsoren eher ein Theater unterstützen würden, welches auch von der Stadt gewollt und ausreichend gefördert wird, verneinte er: er hätte jede Menge Briefe von Personen, die speziell den Luftikuss sponsern wollten. Die Initiative plant nun, den Oberbürgermeister um diese Liste mit Namen zu bitten, damit wir in Kontakt mit diesen Gönnern treten und mit ihnen die Spielschachtel und mit ihr den Luftikuss retten können.
Die Elterninitiative hatte gehofft, dass Herr Gönner seinen Einfluss auf die Stadträte geltend machen würde, um die Spielschachtel neben den anderen Kindertheateranbietern wenigstens zu erhalten, aber der Oberbürgermeister zeigt sich allen Argumenten gegenüber resistent. Dass so sich viele Familien den Erhalt der Spielschachtel und damit die Rettung von Luftikuss wünschen, war für ihn nicht von Belang.
Jetzt kann man nur noch auf ein Wunder hoffen und dass sich im Stadtrat bei der Entscheidung um die Kompromisslösung „100.000 Euro“ eine Mehrheit zugunsten von Spielschachtel und Luftikuss ergibt- und nicht am Bürger vorbei regiert wird.
04. Juli 2008: Die Ulmer Spielschachtel hatte 135.000 Euro beantragt, um ihr ursprüngliches Angebot halten zu können. Der aktuelle Budgetvertrag ( 2008: 80.000 Euro, 2009: 65.000Euro, 2010: 55.000Euro) zwang die Spielschachtel zum Aufgeben, wie wir alle wissen. Tatsächlich sind die Kündigungen schon fristgerecht bei ihren Angestellten eingangen. “Luftikuss” und das Kindertheater “Pepperoni Pfefferkorn” sind ohne diese Angestellten unmöglich.
Jetzt hat die CDU-Fraktion des Ulmer Stadtrates (auch mit Hinweis auf unsere erfolgreiche Demonstration) geschlossen einen Antrag an den Oberbürgermeister Ivo Gönner unterschrieben, in dem sie im Sinne eines Kompromisses fordert, dass die Ulmer Spielschachtel jährlich 100.000 Euro bekommen soll.
Mit dem bestehenden Budgetvertrag war das “Aus” der Spielschachtel von der Stadt Ulm billigend in Kauf genommen worden, was wir Eltern weder verstehen, noch unseren Kindern wirklich erklären wollten. Mit dem jährlichen Betrag von 100.000 Euro könnte die Ulmer Spielschachtel zwar nur noch in “abgespeckter Version” weitermachen, aber immerhin! Der Kinderzirkus “Pepperoni Pfefferkorn” könnte weiter mit den vielen begeisterten und engagierten Kindern arbeiten, “Luftikuss” wäre gerettet (wobei hier noch geklärt werden müsste, inwieweit auch hier der Gürtel enger geschnallt werden müsste.)
Für Sponsoren hätte es Signalwirkung, wenn die Stadt mit diesem Kompromiss: “Ja, wir reduzieren zwar, aber wie erhalten die Spielschachtel für unsere Bürger und ihre Kinder!” aussenden würde. Denn beim aktuellen Budgetvertrag war jedem Sponsor schnell klar, dass die Spielschachtel keine Zukunft mehr hatte- und jeder investiert lieber in etwas, was Zukunft hat.
Noch ist dieser Kompromiss, dieser Nachtragshaushalt keine Wirklichkeit. Die Gespräche zwischen Stadt und Ulmer Spielschachtel werden aber wieder aufgenommen, was uns Eltern mit Hoffnung erfüllt.
Am kommenden Mittwoch übergibt die Elterninitiative die gesammelten Unterschriften dem Oberbürgermeister Ivo Gönner. Bitte alle Unterschriftenlisten, die noch nicht bei uns angekommen sind, entweder an die Spielschachtel schicken, oder an den Oberbürgermeister direkt. Hier ein großes DANKE an alle, die fleißig gesammelt haben!
Informieren Sie sich unter “Aktionen”, was die Initiative “Eltern für Luftikuss” weiter plant, um auf unsere Wünsche aufmerksam zu machen und um die Ulmer Spielschachel für unsere Kinder zu retten.